Im Kontext der Bemühungen, Kinderrechte zu stärken, geht es auch darum, das Wissen um Kinderrechte und ihre Wahrnehmung zu unterstützen.
- Zu diesem Zweck fördert das Ministerium für Bildung, Frauen und Jugend Veranstaltungen rund um den Weltkindertag am 20. September. In diesem Zusammenhang wurde 2004 eine von der Landeszentrale für Gesundheitsförderung organisierte zentrale Veranstaltung für Rheinland-Pfalz in Mainz zum Themenbereich "Recht auf Gesundheit" gefördert.
- Für die Bekanntmachung der Kinderrechte stellt das Ministerium für Bildung, Frauen und Jugend zusätzlich Interessierten die Broschüre "Kinder haben Rechte" mit dem Text der UN-Kinderrechtskonvention zur Verfügung.
Neben dem speziellen Bewusstsein für die eigenen Rechte ist auch die Entwicklung eines allgemeinen Rechtsbewusstseins für die Entwicklung junger Menschen von großer Bedeutung. Gerade in Zeiten eines drohenden Werteverlusts muss das Rechtsbewusstsein der Kinder und Jugendlichen gestärkt werden. Jungen Menschen muss vermittelt werden, dass ein friedliches und geordnetes Zusammenleben nur möglich ist, wenn jeder die gesetzlichen Vorgaben einhält und Verstöße dagegen Konsequenzen haben. Wichtig ist es, den Schülerinnen und Schülern die Bedeutung der Justiz zu vermitteln. Dies kann den jungen Menschen verdeutlichen, dass gerade das Recht auch ihre ganz persönliche Freiheit garantiert.
- Diesem Zweck dient insbesondere das Projekt "Recht im Unterricht", das vom Ministerium der Justiz gemeinsam mit dem Pädagogischen Zentrum Rheinland-Pfalz durchgeführt wird. Mit dieser Reihe wird eine Materialsammlung angeboten, welche es erlaubt, eine Bandbreite von rechtsrelevanten Themen im Schulunterricht zu behandeln. Die praxisnahen Fälle bieten Anregungen für Lehrkräfte sowie Juristinnen und Juristen, die sich zumeist ehrenamtlich im Rahmen von entsprechenden Rechtskunde-Arbeitsgemeinschaften oder fachspezifischen Vorträgen engagieren. In den insgesamt zwölf Heften werden beispielsweise das über das Internet abgewickelte Rechtsgeschäft, die Folgen des Führens eines Fahrzeuges unter Drogeneinfluss, die Bewältigung eines Konfliktes mit den Mitteln der Mediation und der Täter-Opfer-Ausgleich behandelt. Diese Inhalte berühren unmittelbar den Lebens- und Erfahrungsbereich der Kinder und Jugendlichen.
- Beim landesweiten "Tag des Strafvollzuges" im September 2004 hatten hunderte Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, im ganzen Land einen Blick hinter die Mauern der Justizvollzugsanstalt- und Jugendstrafanstalten zu werfen. Sie konnten sich informieren, welche Folgen strafbares Verhalten nach sich ziehen kann.
- Im Juli 2005 fand der landesweite "Tag der Justiz" statt. Tausende Schülerinnen und Schüler informierten sich in Gerichten, Staatsanwaltschaften und im Justizministerium über die Justiz als dritte Gewalt im Staat. Sie nahmen an Verhandlungen, Vorträgen, Schulwettbewerben und Podiumsdiskussionen teil und gestalteten vielfach in Zusammenarbeit mit den Gerichten das Programm. Die Justiz konnte so eine Brücke zu den Schülerinnen und Schülern bauen und die Chance nutzen, Rechtsbewusstsein zu den jungen Menschen zu transportieren.