Eine der bedeutendsten Herausforderungen ist die Integration von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund. In rechtlicher Hinsicht hat sich die Situation im Zuge des Inkrafttretens des Aufenthaltsgesetzes vom 01. Januar 2005 für Flüchtlingskinder in Rheinland-Pfalz verbessert. Auch die Schulbesuchspflicht für die Kinder von Asylbegehrenden nach der Zuweisung in eine Gemeinde und bei den Kindern von Eltern mit Aufenthaltsduldungen ist ein Fortschritt. Ein wichtiger Beitrag ist auch die Ausweisung der interkulturellen Bildung als wichtiger Bereich durch die "Bildungs- und Erziehungsempfehlungen für Kindertagesstätten in Rheinland-Pfalz."
Für das Erreichen von mehr Chancengleichheit von Kindern mit Migrationshintergrund spielt die Sprachförderung eine zentrale Rolle. Sie ist eine der wichtigsten Maßnahmen, um die Bildungschancen aller Kinder zu verbessern. Die Landesregierung hat auf die Herausforderung geantwortet und zusätzliche gezielte Angebote für Sprachförderung, insbesondere von Kindern nicht-deutscher Herkunftssprache, in den Kindertagesstätten bereitgestellt.
Neben den Kindertagesstätten ist die Schule eines der wesentlichen Integrationsfelder für Kinder mit Migrationshintergrund.
Kinder aus sozial und ökonomisch benachteiligten Familien brauchen eine verstärkte Unterstützung, um vergleichbare Entwicklungschancen wie andere Kinder zu haben. Neben dem Bemühen um grundlegende Lösungen im Bereich der Armutsbekämpfung sieht die Landesregierung deshalb auch die Notwendigkeit zusätzliche konkrete Initiativen zu ergreifen, um Kinder in benachteiligten Wohngebieten bzw. aus Familien in benachteiligten Lebenslagen gezielt zu fördern.
siehe auch Bildung und Entfaltung


