13. Deutscher Kinder- und Jugendhilfetag 2008
Der 13. Deutscher Kinder- und Jugendhilfetag im Jahr 2008 in Essen stand unter dem Thema "Gerechtes Aufwachsen ermöglichen! - Bildung Integration Teilhabe".

Der 13. Deutscher Kinder- und Jugendhilfetag im Jahr 2008 in Essen stand unter dem Thema "Gerechtes Aufwachsen ermöglichen! - Bildung Integration Teilhabe".
Armut stellt auch in vergleichsweise reichen Ländern eine ernst zu nehmendes soziales Problem und eine ständige Herausforderung für die Politik dar. Von Armut betroffen sind immer mehr auch Kinder. Vor allem beim Zusammentreffen verschiedener Kriterien wie z. B. das Aufwachsen innerhalb benachteiligte Lebenslagen gekoppelt oftmals mit mangelnden Bildungschancen aufgrund unterschiedlicher Ursachen (auch Migrationshintergrund) ist Kinderarmut immer häufiger zu verzeichnen. Die in regelmäßigen Abständen erarbeiteten Armuts- und Reichtumsberichte für Rheinland-Pfalz sind hier eine wichtige Informationsquelle.
Der Landesjugendhilfeausschuss in Rheinland-Pfalz hat sich in den Jahren 2007 und 2008 intensiv mit dem Thema Armut von Kindern und Jugendlichen beschäftigt. Es wurde ein Positionspapier des Landesjugendhilfeausschusses unter der Überschrift "Kinderarmut - eine Herausforderung für die Kinder- und Jugendhilfe" erarbeitet.
Seit 2004 wird jährlich bundesweit ein Integrationswettbewerbs der Stiftung Bürger für Bürger ausgerichtet. Die Landessieger im Jahr 2008 wurden am 19.01.2009 bekanntgegeben. Für Rheinland-Pfalz wurde als Sieger die Jugendabteilung des VfL Fontana Finthen ausgewählt. Der Integrationswettbewerb wird auch über die Seite beworben.
Über das Profil und die Erfolgsfaktoren des evaluierten Lernpatenprojekts für Grundschulkinder mit besonderem Betreuungsbedarf "Keiner darf verloren gehen" informiert die neue Broschüre "Leitlinien für den Einsatz von Lernpatinnen und Lernpaten".
Das Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familie und Frauen hat die Broschüre "Mädchen in Konfliktsituationen - Mädchen und junge Frauen mit Migrationshintergrund - ein interkultureller Ratgeber für Fachkräfte der sozialen Arbeit" herausgegeben. Sie soll einerseits denjenigen Mädchen mit Migrationshintergrund helfen, die sich bereits in Konfliktsituationen befinden, andererseits möchte man Einrichtungen und Personen unterstützen, die professionell mit der Beratung und Betreuung von jungen Migrantinnen befasst sind.
Die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtline und Integration, Frau Prof. Dr. Maria Böhmer, hat den oben genannten Leitfaden herausgegeben. Dieser ist eine Informationsbroschüre für Lehrkräfte an Schulen. Die Broschüre soll Lehrerinnen und Lehrer auf die Thematisierung von Zwangsheirat im Kontext der Schule vorbereiten und ihnen ermöglichen, gegenüber Schülerinnen und Schülern sowie potenziellen Opfern die richtige Ansprache zu finden.
Die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Frau Maria Böhmer, hat den 8. Bericht über die Lage der Ausländerinnen und Ausländer in Deutschland dem Bundeskabinett vorgelegt.
Die Bundesregierung hat die oben genannte Broschüre herausgegeben. Dabei handelt es sich um die Dokumentation einer Fachtagung am 19.10.2006 im Bundespresseamt Berlin. Sie zeichnet Möglichkeiten und Perspektiven der Sprachförderung in Kindergarten und Grundschule auf.
Das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung hat aktuell eine neue (mehrsprachige) Broschüre herausgegeben: "Chancen durch Integration - Ratgeber für Familien". Hier finden Sie u. a. Informationen zur frühen Sprachförderung von Kindern und zur Jugendförderung.
Das Grünbuch liefert einen kurzen Überblick über die Politikansätze und Konzepte, die den Bildungserfolg von Migrantenschülern stützen können. Jene Systeme, die stark auf die Chancengleichheit im Bildungswesen ausgerichtet sind, fördern auch die Integration von Migrantenschülern am besten.
Im Auftrag der Deutschen Islam Konferenz (DIK) hat das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge das Forschungsprojekt "Muslimisches Leben in Deutschland" durchgeführt. Dies ist die erste bundesweit repräsentative Studie, die Personen aus 49 muslimisch geprägten Herkunftsländern einbezieht und somit einen umfassenden Überblick über das muslimische Leben in Deutschland gibt.
Das Bundesministerium des Innern und die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration haben eine Broschüre mit dem Titel "Interkulturelle Öffnung im Sport" herausgegeben.
Die Studie von SINUS-Sociovision "Die Milieus der Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland" wurde im Jahr 2007 vorgestellt. Sie wurde vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Nationalen Integrationsplan-Prozesses in Auftrag gegeben und stellt eine wichtige Grundlage der Integrationsforschung dar. Einen zentralen Ausdruck aus dem Forschungsbericht finden Sie hier.
Ergebnisse der Studie können sie hier nachlesen. U. a. wurde ermittelt, das viele, vor allem jüngere Befragte der zweiten und dritten Generation, kein bi-kulturelles Selbstbewusstsein haben und ihren Migrationshintergrund und die Mehrsprachigkeit als Bereicherung für sich selbst und für die Gesellschaft ansehen.
Im Mittelpunkt der eintägigen Konferenz standen die Themen Schule, Ausbildung und Freizeit. Zentrale Forderung der Jugendlichen waren mehr Chancengleichheit für junge Migrantinnen und Migranten in der Schule, eine bessere Berufsvorbereitung und eine stärkere Nutzung des Sports für die Integration. Die Delegierten überreichten ein Ideenpapier. Der Wortlauf des Ideenpapiers ist abgedruckt. Informationen zum zweiten Jugendintegrationsgipfel im Bundeskanzleramt finden Sie hier.
Informationen zum Nationalen Integrationsplan, zum Thema "Integrationsmonotoring" und zum dritten Integrationsgipfel finden Sie auf der Seite der Beauftragten für Migration, Flüchtlinge und Integration.
Den Nationalen Integrationsplan begleitet eine Informationskampagne der Bundesregierung, die verdeutlicht, dass Integration ein wechselseitiger Prozess ist. Die Plakatmotive finden Sie hier.
Der zweite nationale Bildungsbericht für Deutschland enthält Informationen über die Bildungsbenachteiligung von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund. Weitere Informationen finden Sie hier.
Das Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und einigen Ländern. Rheinland-Pfalz ist seit Beginn des Projekts im September 2004 als teilnehmendes Bundesland mit verschiedenen Länderprojekten beteiligt. Weitere Informationen zum BLK-Programm "Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund" finden Sie hier.
Die Studie des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung "Ungenutze Potentiale - zur Lage der Integration in Deutschland", die am 26.01.2009 der Öffentlichkeit präsentiert wurde, sowie einige Pressemeldungen finden Sie im Internetauftritt des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung.
Umfangreiches Material (Studien, Untersuchungen, Aufsätze) zur beruflichen Integration von Migrantinnen und Migranten finden Sie u. a. auf der Internetseite des Deutschen Bildungsservers. Hier wird verschiedentlich die Situation besonders von jungen Menschen mit Migrationshintergrund in den Fokus genommen.
Das mit Mitteln des Bundes geförderte Bundesinstitut für berufliche Bildung bietet auf seinem Internetauftritt über ein Good Practice Center Beispiele der Integration von Migrantinnen und Migranten innerhalb verschiedener Handlungsfelder. Dabei geht es nicht nur um Beispiele zur beruflichen Integration und Qualifizierung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund, sondern auch um Themen wie "Integration über Sprache" oder Jugendmigrationsdienste. Der zentrale Fokus des Good Practice Centers liegt allerdings auf der beruflichen Qualifizierung von benachteiligen jungen Menschen. Weitere Informationen finden Sie hier.
Weitere Informationen zu Jugendmigrationsdiensten, die jungen Menschen mit Migartionshintergrund bei integrationsbedingten Problemen begleitend zur Seite stehen und auch Informationen zu den Standorten der Jugendmigrationsdiensten in Rheinland-Pfalz, können hier abgerufen werden. Dort sind auch weitere Information zu Preisen und Wettbewerben eingestellt.
Im Dezember 2000 hat die UNO den 18. Dezember als den Internationalen Tag der Migranten ausgerufen. Am 18. Dezember 1990 wurde die Internationale Konvention zum Schutz der Rechte aller Migranten und ihrer Familienangehörigen von der UN-Vollversammlung angenommen. Sie ist der primäre internationale Standard mit dem Regierungen ihre nationalen gesetzlichen Schutzmechanismen messen sollten. Die Konvention selbst ist jedoch noch nicht in Kraft getreten, da von den 20 nötigen Ratifizierungen bis jetzt nur 17 zustande gekommen sind. Im Dezember 2000 hat die UNO den Ersten Internationalen Tag der Migranten ausgerufen. Nähere Informationen dazu finden Sie hier.
Bildquelle oben:
Stadtverwaltung Ludwigshafen